„Ein Gebäude, das innerhalb einer Nacht seine Farbe einfach ändern kann… das wär doch was! Aber so etwas gibt es doch nicht, oder??“

Doch und zwar sogar in Linz. Genauer gesagt, steht so ein Gebäude direkt an der Donau zwischen Nibelungenbrücke und Brucknerhaus. Du hast es bestimmt schon erraten… Hier wird vom Lentos, dem Linzer Kunstmuseum gesprochen.

Du fragst dich, wie das geht?
Gut. Eigentlich besteht dieser Bau – wie viele andere auch – aus Beton.
Das Besondere ist aber, dass man rund um das Gebäude eine halbdurchsichtige Glashülle angebracht hat. Hinter dieser Glasfassade wurden hunderte Leuchten montiert, die in verschiedenen Farben und auch verschieden hell leuchten können. (Ach ja, das Wort Fassade bedeutet übrigens Schauseite oder Außenansicht…)

„Wem so etwas einfällt, möchtest du wissen?“

Auch das kann ich dir sagen: dem Schweizer Architekten Jürg Weber. Er hat sich das Lentos so vorgstellt: „Wie ein gläsernes Schiff wird das Lentos dann am Donauufer liegen – auf der einen Seite vom Wasser umspült, auf der anderen Seite von einem Park umschlossen“. Klingt doch toll!! Mit dieser Idee vom Lentos gewann der Schweizer übrigens den europaweiten Wettbewerb, der anlässlich der Planung ausgeschrieben wurde.

Das schiffsänhliche, 130 Meter lange, dreigeschoßige Bauwerk mit 8000 m² Ausstellungsfläche hat übrigens 33 Millionen Euro gekostet! Ganz schön viel, oder??

Dieses Museum wurde erst im Jahr 2003 eröffnet und soll sogar eines der wichtigsten Museen von moderner Kunst in Österreich sein. Man kann sich also zahlreiche Kunstwerke bekannter Maler darin ansehen und es finden weiters aktuelle Ausstellungen, Jazz-Konzerte sowie Workshops – auch für Kinder – darin statt. Außerdem beherbergt das Lentos eine Bibliothek mit 25.000 Büchern und Katalogen.

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